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Dietary composition and physiologic adaptations to energy restriction
Agus MSD, Swain JF, Larson CL et al.
Am J Clin Nutr 71: 901-907, 2000
200033

Zusammenhang zwischen physiologischen Anpassungsreaktionen an eine herabgesetzte Energiezufuhr und der Zusammensetzung der Reduktionskost

Um zu untersuchen, ob die Zusammensetzung einer Diät die hormonellen und metabolischen Anpassungsprozesse an die Energierestriktion beeinflußt, untersuchten die Verfasser dieser Arbeit den Einfluss zweier Diäten bei 10 jungen Männern mit mäßigem Übergewicht. Die Diäten unterschieden sich in ihrem glykämischen Index und ihrer Nährstoffzusammensetzung. Die Diät mit hohem glykämischen Index (high-GI) setzte sich zu 67% aus Kohlenhydraten, zu 15% aus Protein und zu 18% aus Fett zusammen, während die Diät mit niedrigem glykämische Index (low-GI) 43% Kohlenhydrate, 27% Protein und 30% Fett enthielt. In ihrem Gesamtenergiegehalt, der Energiedichte und der zugeführten Ballaststoffmenge unterschieden sich die beiden Diäten nicht. Die Probanden der 9-tägigen Studie waren zwischen 18 und 34 Jahren alt und besaßen einen BMI zwischen 28,7 und 32,2. An den Tagen -1 und 0 wählten die Probanden ihre Nahrung selbst aus. Von Tag 1-6 erhielten sie eine der beiden kalorienreduzierten Diäten (high- bzw. low-GI). An den Tagen 7-8 wurden die für die Diät vorgesehenen Mahlzeiten ad libitum verzehrt. Während der Studie wurden die Probanden angewiesen, Alkohol, Koffein und Nikotin zu meiden und täglich auf einem Heimtrainer 10% des Gesamtenergieumsatzes zu verbrauchen. Von Tag 0 bis 6 sank die Leptinkonzentration im Blut bei der high-GI-Diät in geringerem Maße als bei der low-GI-Diät. Während der Grundumsatz während der high-GI-Diät um 10,5% abfiel, sank er bei der low-GI-Diät nur um 4,6%. Die high-GI-Diät führte im Vergleich zur low-GI-Diät tendenziell zu einer negativeren Stickstoffbilanz. Die Energieaufnahme durch Snacks lag nach der high-GI-Diät an den Tagen 7-8 höher als nach der low-GI-Diät. Somit zeigen Diäten mit identischem Energiegehalt, aber unterschiedlicher Nährstoffzusammensetzung unterschiedliche Auswirkungen auf die Leptinkonzentration, den Energieumsatz, die spontane Nahrungsaufnahme und die Stickstoffbilanz. Dies läßt vermuten, dass physiologische Anpassungen an eine herabgesetzte Energiezufuhr durch die Zusammensetzung der Nahrung beeinflusst werden können.

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