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Immediate and long term effects of weight reduction in obese people with asthma: randomised controlled study
Stenius-Aarniala B, Poussa T, Kvarnström J et al.
BMJ 320: 827-832, 2000
200031

Kurz- und Langzeiteffekte einer Gewichtsreduktion bei adipösen Asthmapatienten: Eine randomisierte, kontrollierte Studie

Im Rahmen dieser Studie sollte der Einfluss einer Gewichtsreduktion auf die Gesundheit übergewichtiger Asthmapatienten untersucht werden. Die Studienteilnehmer besaßen einen BMI zwischen 30 und 42. Sie wurden in 2 Gruppen mit jeweils 19 Personen eingeteilt. Eine Gruppe führte unter Beaufsichtigung ein 14-wöchiges Gewichtsreduktiosprogramm durch, das 12 Gruppensitzungen und eine 8-wöchige stark kalorienreduzierte Diät (420 kcal) beinhaltete. Die Kontrollgruppe nahm ebenfalls an 12 Sitzungen teil und erhielt dort dieselben Informationen über Asthma und Allergien. Zu den wichtigsten untersuchten Parametern zählten Körpergewicht, Peak flow (PEF), forcierte exspiratorische Vitalkapazität (FVC), forciertes Exspirationsvolumen in der ersten Sekunde (FEV1), Asthmasymptome, Anzahl akuter Anfälle, orale Gabe von Steroiden und der Allgemeinzustand (Lebensqualität). Nach dem Gewichtsreduktionsprogramm konnten die Probanden einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von 14,5% ihres Ausgangsgewichts erreichen, während die Kontrollpersonen im Mittel nur 0,3% ihres Gewichts verloren. Nach 1 Jahr betrug der Gewichtsverlust der behandelten Gruppe noch 11,3% ihres Ausgangsgewichts, während die Kontrollgruppe eine Gewichtszunahme von 2,2% aufwies. Verglichen mit den Anfangswerten stieg das FEV1 der Diätgruppe (Prozent vom erwarteten Wert) nach der 8-wöchigen Diät um 7,3% und das der Kontrollgruppe um 0,1% (Differenz: 7,2%, p=0,009). Für die FVC betrug die Differenz zwischen beiden Gruppe nach der Diät 8,6% (p < 0,0001). Nach 1 Jahr konnten weiterhin signifikante Unterschiede zwischen beiden Gruppen ermittelt werden: 7,6% für FEV1 (p=0,02) und 7,6% für FVC (p=0,001). Nach Beendigung des Programms zur Gewichtsabnahme stuften die Teilnehmer der Diätgruppe ihre Dyspnoe auf einer visuellen Analogskala (von 0 bis 100 mm) 13 mm tiefer, die der Kontrollgruppe 1 mm tiefer ein. Die Diätgruppe reduzierte den Einsatz von Notfall-medikamenten um 1,2 Dosen, die Kontrollgruppe um 0,1 Dosen (p=0,03). Somit lassen sich bei adipösen Asthmapatienten mit Hilfe einer Gewichtsreduktion die Lungenfunktion verbessern, die Asthmasymptome und Morbidität mildern sowie die Lebensqualität steigern.

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