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Unfavorable lipid profiles in mild obesity with excess body fat percentage
Tamura A, Mori T, Komiyama A
Pediatr Int 42: 8-13, 2000
200023

Ungünstige Lipidprofile bei leichter Adipositas mit erhöhtem Körperfettanteil

Die Fragestellung dieser Studie bestand darin, ob eine Klassifizierung übergewichtiger Kinder aufgrund ihres Körperfettgehalts sinnvoll ist und Rückschlüsse auf das Lipidprofil zulässt. Zu diesem Zweck wurden 431 Kinder im Alter zwischen 9 und 12 Jahren (236 Jungen, 195 Mädchen) entsprechend ihrem Körpergewicht (in Relation zum altersgemäßen Gewicht) in 3 Gruppen unterteilt (normalgewichtige, leicht bzw. stark übergewichtige). Eine weitere Unterteilung dieser Gruppen erfolgte anhand des Körperfettgehalts, der mit Hilfe der bioelektrischer Impendanz-Analyse ermittelt wurde. Das Lipidprofil umfasste die Bestimmung von Gesamt-, LDL- und HDL-Cholesterin, Triglyzeriden und atherogenem Index. Die nicht adipösen und stark adipösen Kinder zeigten in Abhängigkeit von ihrem Körperfettgehalt keine veränderten Lipidprofile oder Hyperlipidämieprävalenzen. In der Gruppe der leicht adipösen Kinder wies die Subgruppe mit erhöhtem Körperfettgehalt einen signifikant höheren atherogenen Index, erhöhte LDL-Cholesterin- und Triglyzeridspiegel sowie signifikant niedrigere HDL-Cholesterinspiegel auf als die Subgruppe mit normalem Körperfettanteil. Wurden alle 6 Gruppen miteinander verglichen, so besaßen die leicht adipösen Kinder mit erhöhtem Körperfettgehalt hinsichtlich des atherogenen Risikos keinerlei Vorteile gegenüber der Gruppe mit fortgeschrittener Adipositas. Außerdem zeigte die Subgruppe der leicht Adipösen mit nicht erhöhtem Fettanteil keine zusätzlichen Risikofaktoren verglichen mit der nicht adipösen Gruppe. Die Hyperlipidämieprävalenz lag zudem in der Subgruppe der leicht Adipösen mit erhöhtem Körperfettgehalt (50%) signifikant höher als in der Subgruppe mit normalem Fettanteil (50,0% vs. 13,3%; p<0,05). Die Hyperlipidämieprävalenz der leicht adipösen Kinder mit erhöhtem Fettanteil (50,0%) war mit derjenigen der stark Adipösen mit erhöhtem Fettanteil (51,3%) vergleichbar. Die Bestimmung des Körperfettgehalts kann demzufolge als Kriterium für die Einteilung leicht adipöser Kinder in 2 Subgruppen, die sich auch in ihrem Lipidprofil unterscheiden, dienen. Außerdem ist der überschüssige Fettanteil leicht adipöser Schulkinder ein Indikator für ihr Atheroskleroserisiko.

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