The relation of overweight to cardiovascular risk factors among children and adolescents: The Bogalusa Heart Study
Freedman DS, Dietz WH, Srinivasan SR et al.
Pediatrics 103 (6): 1175-1182, 1999
199955 Beziehung zwischen Übergewicht und kardiovaskulären Risikofaktoren bei Kindern und Jugendlichen: Die Bogalusa-Herz-Studie
Obwohl Übergewicht und Adipositas in der Kindheit mit Dyslipidämie, Hyperinsulinämie und
Bluthochdruck verbunden sind, haben die meisten Studien den Anteil dieser Risikofaktoren individuell
untersucht oder interne Beurteilungskriterien verwendet, um das Übergewicht und die Risikofaktoren zu
klassifizieren.
In dieser Studie wurden Beurteilungskriterien genutzt, die in einer Reihe von US-Studien ermittelt wurden.
Mit Hilfe dieser Richtlinien sollte die Beziehung zwischen Übergewicht (Quetelet-Index = Q-Index, >95ige
Perzentile) und der Größenordnung untersucht werden, mit der sich die Risikofaktoren ungünstig auswirken,
sowie die Frage geklärt werden, ob bei Übergewicht mehrere Risikofaktoren gebündelt auftreten. Die
vorgestellten Daten stammen aus der Bogalusa-Herz-Studie, für die zwischen 1973 und 1994 insgesamt
9.167 Heranwachsende im Alter von 5 bis 17 Jahren beobachtet wurden. Von den untersuchten Schulkindern
wurden 11% als übergewichtig bezeichnet.
Bei höheren Q-Indizes stieg die Prävalenz veränderter Lipid- und Insulinspiegel sowie Blutdruckwerte
extrem an. Die Wahrscheinlichkeit für erhöhte Cholesterinwerte lag bei übergewichtigen Schulkinder um ein
2,4faches höher als bei Kindern mit einem Q-Index <85. Für die anderen Korrelationen ergaben sich folgende
Wahrscheinlichkeitsverhältnisse: 2,4 (diastolischer Blutdruck); 3 (LDL-Cholesterin); 4,5 (systolischer
Blutdruck); 7,1 (Triglyzeride) und 12,6 (Nüchterninsulinspiegel). Von den 813 übergewichtigen Schulkindern
wurde für mindestens 475 (58%) ein Risikofaktor ermittelt. Benutzte man das Übergewicht als
Untersuchungskriterium, so wurden 50% der Schulkinder mit zwei oder mehr Risikofaktoren identifiziert. Da
das Übergewicht bereits im Kindesalter mit verschiedenen Risikofaktoren verbunden ist, könnte eine
wirkungsvolle Prävention bzw. die Behandlung des kindlichen Übergewichts die Häufigkeit kardiovaskulärer
Folgeerkrankungen im Erwachsenenalter reduzieren.
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