Childhood obesity
Strauss R
Curr Probl Pediatr 29: 5-29, 1999
199929 Adipositas im Kindheitsalter
Zahlreiche Untersuchungen zeigen, daß die Prävalenz für Adipositas im Kindes- und Jugendalter seit 1960
ständig angestiegen ist. Schätzungen gehen davon aus, daß 10% aller Kinder übergewichtig sind. Das Risiko,
eine Adipositas zu entwickeln ist signifikant erhöht, wenn beide Elternteile adipös sind. Je älter die Kinder
bei Einsetzen der Adipositas sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit auch als Erwachsener
übergewichtig zu sein: nur 15% der übergewichtigen Babies sind dies auch noch im Erwachsenenalter,
während bei Vorschulkindern der Anteil auf 25% ansteigt und bei Jugendlichen bereits bei 70% liegt.
Im Laufe der Entwicklung gibt es mehrere kritische Phasen, die Adipositas begünstigen können. Bereits die
Versorgung im Mutterleib, das Geburtsgewicht und Stillverhalten nehmen Einfluß; ebenso entscheidend ist
die Phase der Pubertät.
Einen entscheidenden Anteil an der Entwicklung der Adipositas hat das Elternhaus, spezielle
Eßgewohnheiten, Freizeitverhalten, körperliche Aktivität usw. kommen hier zum Tragen.
Neben psychischen Belastungen durch Probleme mit dem Umfeld, spielen im Zuge der Adipositas
auftretende Begleit- und Folgeerkrankungen eine große Rolle.
Der vorliegende Artikel beschäftigt sich ausführlich mit den medizinischen, sozialen und physiologischen
Aspekten der Kindheits-Adipositas. Außerdem werden Strategien zur erfolgreichen Behandlung vorgestellt.
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