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Leptin and the regulation of body weight in mammals
Friedman JM, Halaas JL
Nature 395: 763-770, 1998
199911

Leptin und die Regulation des Körpergewichts in Säugetieren

Bei Säugetieren ist ein komplexes physiologisches System für die Regulation der Energiereserven und der Energiebilanz verantwortlich. Leptin, ein im Fettgewebe sekretiertes Hormon, und seine Rezeptoren sind integrale Bestandteile dieses Systems. Die Klonierung des ob-Gens und die Charakterisierung seines Genproduktes, Leptin, weisen darauf hin, daß der Körperfettgehalt einer homöostatischen Kontrolle unterliegt. Leptin entfaltet seine Wirkung hauptsächlich über den Hypothalamus, wobei die Leptin-Spiegel positiv mit Veränderungen des Körperfettgehalts korreliert sind. Erhöhte Leptin-Spiegel führen zu einer negativen Energiebilanz (Energieaufwendung übersteigt Nahrungsaufnahme), während niedrige Leptin-Spiegel eine positive Energiebilanz (Nahrungsaufnahme übersteigt Energiebilanz) nach sich ziehen. Molekulargenetische Untersuchungen belegen, daß verschiedene hypothalamische Neuropeptide als Mediatoren in diesen Regelkreis eingreifen. So könnten beispielsweise der Melanocortin-4-Rezeptor und seine Liganden MSH und ART für die biologische Antwort auf erhöhte Leptin-Spiegel verantwortlich sein. Generell werden drei Wege, bei denen Veränderungen in der Leptin-Regulation auftreten, diskutiert, die eine Rolle in der Pathogenese der Adipositas spielen: (1) gänzlich fehlende Leptinproduktion, (2) ungenügend hohe Leptin-Spiegel aufgrund regulatorischer Defekte oder (3) Resistenz gegenüber Leptin und seinen Rezeptoren.

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