| | Montignac-MethodeBeschreibung"Ich esse, um abzunehmen" oder "Gesund mit Schokolade" sind nur zwei der erschienenen Werke des Franzosen Montignac. Kriterium zur Unterteilung von "guten" und "schlechten" Lebensmitteln: der "glykämische Index". Dieser beschreibt, vereinfacht ausgedrückt, den Anstieg des Blutzuckers nach einer Mahlzeit. Ein niedriger Anstieg des Blutzuckers mit Hilfe von Lebensmitteln mit einem niedrigen Index sei wünschenswert, um nur wenig Zucker in Depotfette umwandeln zu können. Verboten sind also Lebensmittel mit einem hohen Index. Man kann "gute" Lebensmittel aus Listen frei auswählen und davon so viel essen, wie man möchte. Allerdings muss man die täglich genau definierten Trennungen von kohlenhydrat- und fetthaltigen Mahlzeiten einhalten (z.B. Wurst ohne Brot).
Verboten werden Lebensmittel mit hohem glykämischen Index, z.B. Kartoffeln und Weißmehlprodukte, empfohlen z.B. mageres Fleisch, Obst, Gemüse, toleriert werden z.B. Wein und Champagner.
BeurteilungDer "glykämische Index" ist zwar ein anerkannter Parameter, jedoch wird er wissenschaftlich nicht als Maßstab im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Übergewicht verwendet. Diese von Herrn Montignac gezogene Verbindung mag für den Laien einleuchtend klingen, ist aber im komplexen Zusammenhang der Funktionsweise des Organismus zu einfach kombiniert. Sicherlich können je nach individuell gewählter Lebensmittelauswahl auch mit der Montignac-Methode Erfolge bei der Gewichtsabnahme erzielt werden. Zurückzuführen ist dies aber z.B. auf die generell geringe Fettzufuhr und den Verzehr von Gemüse und Obst. Die Trennung von Fetten und Kohlenhydraten ist nicht nachvollziehbar. Diverse Empfehlungen sind kritisch zu bewerten - z.B. das Verbot von Kartoffeln, der uneingeschränkte Verzehr von Wurst zum Frühstück (ohne Brot!) oder aber der Genuss von 3 Eiern als Zwischenmahlzeit. Wird individuelle Speisenauswahl vernünftig gewählt: eingeschränkt empfehlenswert.
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